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Balkonsanierung: Wer organisiert, wer bezahlt?

Stand: 13.09.2026

KI-generiert · Stand: 13. September 2026

Schadhafte Balkone betreffen häufig mehr als eine einzelne Wohnung. Der Bundesgerichtshof hat am 24. April 2026 (V ZR 102/24) verdeutlicht: Die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer bleibt für Erhaltungsmaßnahmen am gemeinschaftlichen Eigentum zuständig, auch wenn eine Vereinbarung die Erhaltung einzelner Balkone den jeweiligen Eigentümern zuweist.

Gemeinsam handeln kann erforderlich sein.

Sind mehrere Balkone dringend sanierungsbedürftig oder drohen Schäden an anderen Gebäudeteilen beziehungsweise Gefahren für Menschen, kann ein koordiniertes Vorgehen der Gemeinschaft notwendig werden. Die Übertragung von Erhaltungsaufgaben auf einzelne Eigentümer beseitigt die Zuständigkeit der Gemeinschaft nicht.

Im entschiedenen Fall erklärte der BGH ablehnende Beschlüsse für ungültig und ersetzte die grundlegende Entscheidung zur Sanierung. Über die konkrete Ausführung musste die Gemeinschaft weiterhin entscheiden.

Zuständigkeit und Kosten sind zwei Fragen.

Aus der Organisation durch die Gemeinschaft folgt nicht automatisch, dass alle Eigentümer gemeinsam zahlen. Eine wirksame Vereinbarung, nach der die jeweiligen Balkoneigentümer die Kosten tragen, kann weiterhin maßgeblich sein. Der Inhalt der Gemeinschaftsordnung bleibt daher wesentlich.

Der Fall zeigt, weshalb Zustand, Dringlichkeit, Organisation und Finanzierung einer Sanierung getrennt betrachtet werden müssen. Technische Feststellungen und die abschließende Bewertung von Schäden gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachleute.

Quelle

Bundesgerichtshof: Pressemitteilung Nr. 072/2026 vom 24. April 2026, Versäumnisurteil V ZR 102/24. Abgerufen am 13. September 2026.